Am 4. Juni 2025 fand der erste österreichweite Hitzeaktionstag statt, zu dem „Health for Future“ und Partnerinstitutionen aufgerufen haben. Wir Teachers for Future haben eine „Thermometer-Aktion“ gestartet, die ein überwältigendes Echo an Statements von Lehrpersonen erzielt hat. Ziel war es, die Auswirkungen der zunehmenden Hitzewellen auf den Schulalltag sichtbar zu machen und politische Maßnahmen einzufordern.
Klimakrise ist Bildungskrise
Temperaturen weit jenseits der 30 Grad sind in Österreichs Schulen keine Seltenheit mehr, oft werden diese schon im Mai erreicht. Trotz Klimaerhitzung sitzen Schüler*innen in schlecht gedämmten Schulgebäuden, ohne Klimaanlagen. Lehrpersonen berichten, dass auch in den letzten Jahren neu gebaute Schulanlagen nicht an die Klimaerhitzung angepasst sind, Gebäudestandards fehlen oder werden nicht eingehalten.
Verringerte Konzentrationsfähigkeit und höhere Aggressionsbereitschaft machen die Klimakrise zur Bildungskrise. Auch die Gesundheit von Schüler*innen und Lehrer*innen steht auf dem Spiel. Deshalb fordern Teachers for Future dringend bauliche und arbeitsrechtliche Maßnahmen, um die Unterrichtsqualität in Schulen zu sichern.
Wissenschaftliche Messungen bestätigen das Hitzeproblem
Messungen von Greenpeace und der Universität für Bodenkultur am Gymnasium Maroltingergasse in Wien Ottakring zeigen Erschreckendes: An 9 Tagen im Juni sind die Temperaturen nicht mehr unter 30 Grad gesunken – die Klassenzimmer heizen sich dabei laut Greenpeace auf bis zu 37,6 °C auf! TFF-Aktivistin Anna Großmann bestätigt dies:
„An meinem Standort wurde das Schulgebäude vor 10 Jahren renoviert und gedämmt – aber bereits im Mai ist es in manchen Klassen unerträglich heiß. Außenjalousien wurden nicht überall angebracht, Klimaanlage gar keine.“
„Wie heiß ist es in euren Klassenzimmern?“
Anlässlich des Hitzeaktionstages haben wir zu einer „Thermometer-Aktion“ aufgerufen, damit uns authentische Messergebnisse direkt aus den Klassenzimmern erreichen. Selbst an dem relativ moderaten Junitag wurden bedenkliche Innentemperaturen aufgezeigt – wir haben sie auf unseren Social-media-Kanälen veröffentlicht (Auszüge davon siehe Fotos unten).
Der Hitzeaktionstag war jedenfalls ein starkes Zeichen für mehr Klimagerechtigkeit im Bildungsbereich. Lehrkräfte, Schüler*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen zeigten, wie wichtig es ist, gemeinsam aktiv zu werden – für gesunde Lernbedingungen und eine zukunftsfähige Schule.







