Das aktuelle SCHULHEFT beleuchtet die Verstrickung von Kapitalismus und Klimakrise und zeigt, wie Klimabildung als sozialökologische Ermächtigung junge Menschen befähigen kann, den Folgen entgegenzutreten, solidarische Zeichen zu setzen, und mit demokratischen Mitteln gegen etablierte Marktmechanismen Widerstand zu leisten. Zahlreiche Teachers für Future haben mitgeschrieben!
Naturwissenschaftlich belegte Kipppunkte zeigen klar die Bedrohung unseres Lebensraums durch die Klimakrise. Extreme Wetterereignisse und deren soziale Folgen sind bereits deutlich spürbar. Obwohl Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im österreichischen Lehrplan verankert ist, fehlt es an verbindlicher Umsetzung und strukturellem Rahmen: Das Bildungswesen reagiert zu zögerlich, obwohl Schulen den Auftrag haben, junge Menschen zur aktiven Mitgestaltung zu befähigen. Als Teachers for Future nehmen wir den Bildungsauftrag ernst und setzen sich auf politischer und organisatorischer Ebene für Klimabildung ein – wie dies konkret umgesetzt werden kann, zeigen TFF-Artikel in dieser Ausgabe des renommierten Schulheft.
Klimagerechte Mobilität im Schulalltag
Der Beitrag „Mobilität auf allen Schulwegen“ zeigt etwa, wie Schulen Kinder und Jugendliche für klimafreundliche Mobilität begeistern können – etwa durch nachhaltige Schulwege oder Schulreisen. Reinhard Klauser veranschaulicht anhand aktueller österreichischer Initiativen, wie Lernziele bezüglich zukunftsfähiger Mobilität und gesellschaftliche Mitgestaltung praktisch umgesetzt werden können.
Klimastreiks und Bildungsauftrag
Karl Marquardt und Astrid Weiß-Fanzlau zeigen in ihrem Artikel auf, wie Klimastreiks als pädagogisch gerechtfertigte Handlung im Rahmen der neuen Lehrpläne verstanden werden können – als aktiver Beitrag gegen gesellschaftliche Isolation und für nachhaltige Entwicklung.
Klimaemotionen im Schulkontext
Im Interview von Florian Kaltseis mit Hannah Rodlauer geht es um den professionellen Umgang mit Klimaemotionen wie Angst, Wut und Trauer bei Schüler:innen. Es wird diskutiert, wie Selbstfürsorge, Reflexion und der ökologische Handabdruck gefördert werden können – ohne Kindern die Verantwortung für die Lösung der Klimakrise aufzubürden. Hoffnung und Freude im Kollektiv spielen dabei eine zentrale Rolle.
Umgang mit Kollapsdynamiken
Roland Keller plädiert in seinem Beitrag dafür, sich auch emotional mit dem möglichen Klima- und Zivilisationskollaps auseinanderzusetzen. Ziel ist es, Schüler*innen handlungsorientiert zu begleiten und in der Schule Sinn und Handlungsmöglichkeiten statt Resignation zu vermitteln.







